white band

60 Jahre nach dem Marshallplan

Thema: marshallplan, GMPI international
von luigi 6. Juni 2007

Zusammen mit den USA auf dem Weg zu einem globalen Marshallplan
Hamburg, 5. Juni 2007 - Tag des Marshall Plans. Zum 60. Jahrestag des Marshall Plans fordern
immer mehr Menschen angesichts der Menschheitsprobleme wie Hunger und Klimakrise eine
neue gemeinsame weltweite Kraftanstrengung: einen globalen Marshallplan. Die Global Marshall
Plan Initiative will durch einen weltweiten Diskussionsprozess zu einem Design für einen
solchen Plan kommen.
1947 begann der Marshallplan – ein Programm für die Linderung der Not und für den Wiederaufbau von
Europa. Ein ähnliches Programm brauchen wir heute in unserer globalisierten Welt – auch wenn die
Bedingungen im zerstörten Europa nach dem Zweiten Weltkrieg natürlich andere waren, als sie heute in
Afrika, Asien und Südamerika vorherrschen. Heute steht die Menschheit vor den wohl größten
Herausforderungen ihrer Geschichte: In unserer immer reicher werdenden Welt verhungern täglich 24.000
Menschen, die Weltbevölkerung wird bis 2050 auf über 9 Milliarden Menschen anwachsen und die
Klimakrise verursacht neue Ressourcenkonflikte.
Eine gemeinsame weltweite Anstrengung zur Überwindung von Armut und Hunger und zum Schutz des
Klimas braucht einen weltweiten ordnungspolitischen Rahmen. Bei einem globalen Marshallplan geht es
darum, der globalisierten Weltwirtschaft auch eine globalisierte Sozial- und Umweltpolitik an die Seite zu
stellen.
Zum 60-jährigen Jubiläum des historischen Marshallplans, am Vorabend des G8-Gipfels, will die Global
Marshall Plan Initiative einen internationalen Diskussionsprozess anstoßen, der Organisationen und Experten
aus aller Welt einbeziehen soll. Gemeinsam sollen über Dialog, Forschungen und Beratungen die Ecksteine
der heute notwendigen gerechteren Globalisierungsgestaltung festgelegt und 2010 auf einer internationalen
Konferenz verabschiedet werden.
„Wir müssen endlich die Versprechen einlösen, die wir gegeben haben.“ sagt James B. Quilligan aus den
USA, Leiter des heutigen Brandt 21 Forum. Quilligan weiter: „Bereits im Nord-Süd-Bericht unter der
Leitung des deutschen Altkanzlers Willy Brandt haben Experten aus der ganzen Welt viele noch heute
gültigen Konzepte entwickelt - wir müssen sie nur endlich umsetzen. Wir sind sehr dankbar, dass unsere
Europäischen Freunde mit der Global Marshall Plan Initiative viele dieser Ideen aufgegriffen und
weiterentwickelt haben. Die Zeit ist reif und die USA sind dabei.“ „Die Menschen in den USA“, so Rabbi
Michael Lerner, Herausgeber des US-Magazins Tikkun, „suchen nach Werten, Visionen und Hoffnungen,
anstelle der Angst. Ein Global Marshall Plan ist eine positive Vision und viele Demokraten arbeiten schon
heute daran, damit er spätestens 2012 ein Wahlkampfthema werden wird.“
********************
Die Global Marshall Plan Initiative setzt sich ein für die Erreichung der Millenniumsentwicklungsziele und
die Etablierung einer weltweiten Ökosozialen Marktwirtschaft. Sie arbeitet als verteiltes Netzwerk mit
Organisationen und Personen aus Zivilgesellschaft, Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Medien.
Frithjof Finkbeiner
Internationaler Koordinator der Global Marshall Plan Initiative
Steckelhörn 9
20457 Hamburg
040 / 822 90 420
0171 / 74 88 108
finkbeiner@globalmarshallplan.org
www.globalmarshallplan.org