Bush mutiert zum Klimaschützer
Thema: marshallplan, Weltwirtschaftsforum
von depod 25. Januar 2007
In seiner “State of the Union” - Ansprache (jährliche Rede “Zur Lage der Nation”) hat George W. Bush seine versteckte Leidenschaft zum Klimaschutz offenbart. In einigen Nebensätzen schlug Bush vor, den Benzinverbrauch der USA bis zum Jahr 2017 um ein Fünftel zu senken.
Angesichts des heutigen Ressourcenverbrauchs der USA (Klimakiller-Nation Nr. 1) ein völlig unzureichendes Ziel, das zudem im Grunde innerhalb des halben Zeitraums umzusetzen wäre, wenn man es wirklich konsequent erreichen wollte. Der geistige Erkenntnisprozess und die Handlungsbereitschaft des US-Präsidenten bewegt sich auf einem so erschreckenden Niveau, daß man auf weitere katastrophale (Fehl-) Entscheidungen noch vor dem Ende seiner Amtszeit gefasst sein sollte. Immerhin geht Bush auf diesem Weg inzwischen selbst die einst treue Gefolgschaft verloren. Gestern Abend (24.1.07) erlitt der Präsident mit seiner Irak-Strategie eine Schlappe: der außenpolitische Ausschuss des Senats verweigerte mit den Stimmen der Republikaner eine Aufstockung der Truppen.
Eine gute Gelegenheit, dadurch ggf. frei werdende Mittel in den Klimaschutz und in die Entwicklung einer ökosozial orientierten Marktwirtschaft zu investieren.

