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	<title>marshallplan</title>
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	<description>Zukunftschance - ökosoziale Marktwirtschaft!</description>
	<pubDate>Sat, 26 Apr 2008 20:43:00 +0000</pubDate>
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		<title>Beim Bundestreffen der Lokalgruppen &#8220;Erfurter Erklärung&#8221; verabschiedet</title>
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		<pubDate>Sat, 26 Apr 2008 20:37:52 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Am Ende des Bundestreffen der Lokal- und Regionalgruppen der Global Marshall Plan Initiative am 19. und 20.  April 2008 in Erfurt verabschiedeten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine &#8220;Erfurter Erklärung&#8221;. Danach soll noch bis zum Sommer ein Verein als nationales Dach der deutschen Lokal-, Regional- und Landesgruppen gegründet werden. Dreizehn Unterzeichner/-innen haben sich bereit erklärt, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Ende des Bundestreffen der Lokal- und Regionalgruppen der Global Marshall Plan Initiative am 19. und 20.  April 2008 in Erfurt verabschiedeten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine &#8220;Erfurter Erklärung&#8221;. Danach soll noch bis zum Sommer ein Verein als nationales Dach der deutschen Lokal-, Regional- und Landesgruppen gegründet werden. Dreizehn Unterzeichner/-innen haben sich bereit erklärt, diesen Verein ins Leben zu rufen und darin mitzuarbeiten.</p>
<p>Seit einiger Zeit zeigten sich, auch bedingt durch das starke Wachstum der Initiative in den letzten beiden Jahren, Defizite in der Koordinierung der Lokal- und Regionalgruppen und einer zentralen Unterstützung ihrer Arbeit.<br />
Der Verein soll zum Ziel haben, innerhalb Deutschlands eine bessere Vernetzung zu erreichen sowie die Arbeit der Gruppen nach innen und aussen zu stärken. Zudem strebt der Verein die Anerkennung als „Nationale Initiative“ im Rahmen der neuen Governance-Struktur der GMPI an, womit er offiziell als bundesdeutscher Dachverband fungieren und Vertreter in einen zukünftigen Trägerkreis entsenden könnte, der zukünftig alle wesentlichen Entscheidungen der Initiative treffen soll.</p>
<p>Nach einer zum Teil kontroversen, aber stets fairen Debatte in freundschaftlicher Atmosphäre zeigten sich die Mitwirkenden mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Einige sprachen gar von einem „Meilenstein“ und lobten die exzellente Vorbereitung und Durchführung der Veranstaltung durch die Thüringer Landesgruppe, was nicht zuletzt durch die Unterstützung der Stadt Erfurt und des Oberbürgermeisters  möglich wurde. Auch das Rahmenprogramm in der Erfurter Altstadt, Stadtbild und Gastronomie erfuhren grosses Lob.</p>
<p>Hier die Erklärung im Wortlaut:</p>
<p><em>Zur Stärkung des zivilgesellschaftlichen Engagements  und zur Ermöglichung einer effektiven und effizienten Organisation erklären hiermit die Unterzeichner den Willen zur Gründung eines Vereins als nationales Dach der deutschen Lokal-, Regional- und Landesgruppen der Global Marshall Plan Initiative.  </p>
<p>Um den Rechtsfrieden zu wahren und den Prozess zu konkretisieren und zu beschleunigen soll bis Ende Mai 2008 eine ausformulierte Satzung vorgelegt werden. Eine am heutigen Tage von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern eingesetzte Arbeitsgruppe erklärt sich bereit, die rechtsverbindlichen Details gemeinsam mit Experten zu erarbeiten.</p>
<p>Es ist beabsichtigt, bis Mitte Juni 2008 eine Gründungsversammlung in Wuppertal einzuberufen, um die Gründung des Vereins vorzunehmen und abzuschließen. Um unseren gemeinsamen erklärten Willen öffentlich und transparent zu machen, wird diese Erklärung einem breiten Kreis von Interessierten über die Medien, insbesondere das Internet, zugänglich gemacht.</p>
<p></em>
</p>
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		<title>Besser Global Marshall Plan als Aktionsplan gegen Hunger</title>
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		<pubDate>Sat, 26 Apr 2008 20:21:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>depod</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Detlef Wendt, Koordinator der Global Marshall Plan Initiative in Thüringen, schrieb am 23. April 2008 folgenden Leserbrief an DIE WELT :
Der Vorsitzende des Rats für Nachhaltigkeit, Volker Hauff kündigt an (vgl. „Die Welt“ vom 23.04.2008), dass die Bundesregierung noch bis zur Sommerpause eine Strategie entwickeln wolle, um den Hunger in der Welt zu bekämpfen. Dies [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Detlef Wendt, Koordinator der Global Marshall Plan Initiative in Thüringen, schrieb am 23. April 2008 folgenden Leserbrief an DIE WELT :</p>
<p>Der Vorsitzende des Rats für Nachhaltigkeit, Volker Hauff kündigt an (vgl. „Die Welt“ vom 23.04.2008), dass die Bundesregierung noch bis zur Sommerpause eine Strategie entwickeln wolle, um den Hunger in der Welt zu bekämpfen. Dies ist ein richtiger Schritt, aber nicht ausreichend. Wieder einmal wird, wie auch das nun heiß diskutierte Thema Biosprit zeigt, aktionistisch und ohne Blick auf die systemischen Gesamtzusammenhänge reagiert. Weitere Millionen für Hilfen zur Bekämpfung des Hungers bereitzustellen ist humanitär notwendig, geht aber nicht an die strukturellen Ursachen.<br />
Das Problem der Nahrungsmittelversorgung ist vor allem eine Folge der herrschenden Handels- und Wettbewerbsstrukturen, der Verteilung, der Fehlsteuerung durch Subventionen und zunehmend auch von Umweltschäden und klimatischen Veränderungen. Nur wenn die Stellschrauben in diesem Gesamtsystem in Richtung einer nachhaltigen Entwicklung  verändert werden, können die von den Vereinten Nationen formulierten „Milleniumsziele“ erreicht werden. Der Kampf gegen den Hunger, eines der Kernziele, kann nur im Verbund mit der Beendigung der heute vorherrschenden, letztlich auf der Ausbeutung von Natur und Menschen basierenden Wirtschaftsweise erfolgreich sein. Dies wiederum erfordert eine Änderung der globalen Spielregeln, eine neue „global governance“ für eine öko-soziale Entwicklung.</p>
<p>Hierfür setzt sich die Global Marshall Plan Initiative (GMPI) ein, die als bisher einzige zivilgesellschaftliche Bewegung ein kohärentes und umfassendes Bündel von Vorschlägen für die Verwirklichung einer weltweiten öko-sozialen Marktwirtschaft erarbeitet hat. Die in dem o. g . Artikel der Welt zitierten Experten Uwe Möller, langjähriger Generalsekretär des Club of Rome in Deutschland, und Franz Fischler, ehemaliger EU-Agrarkommissar – sind erklärte Unterstützer der GMPI. Das jüngst veröffentlichte Buch von Fischler und Gottwald ist als „Bericht an die Global Marshall Plan Initiative“ erschienen. Es beschreibt die Bausteine eines Alternativkonzepts, in dem das Recht auf Nahrung, die Bedürfnisse der Landbevölkerung, die ökologische Nachhaltigkeit und die Verlangsamung des Klimawandels im Vordergrund stehen. In dem Konzept geht es nicht um humanitäre Hilfe in Krisengebieten, die  weiterhin und verstärkt geleistet werden muss, sondern um die nachhaltige Gestaltung der landwirtschaftlichen Produktion. Eine faire globale Handels- und Wettbewerbspolitik ist dabei ebenso wichtig wie eine angepasste Bildungs - und Energieversorgung für den ländlichen Raum.</p>
<p>Es wäre erfreulich, wenn der nun angekündigte Aktionsplan der Bundesregierung diesen Zusammenhang berücksichtigt und damit Widersprüchlichkeiten zu anderen Erklärungen und Maßnahmen auf internationaler Ebene, z.B. beim Klimaschutz, vermeidet. Eine gute Gelegenheit, dies zu diskutieren, bevor weitere Entscheidungen getroffen werden, könnte die nächste Tagung des Nachhaltigkeitsrates vom 23.- 25. Juni 2008 in Erfurt sein. Die GMPI, die ungefähr zur selben Zeit die Gründung eines nationalen Verbandes der deutschen Lokal-, Regional- und Landesgruppen plant, wird versuchen, ihre Stimme in diese Tagung einzubringen.</p>
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		<title>Bundesweites Treffen der Lokalgruppen in Erfurt</title>
		<link>http://marshallplan.info/bundesweites-treffen-der-lokalgruppen-in-erfurt/46</link>
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		<pubDate>Tue, 15 Apr 2008 15:43:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>depod</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Auf einem bundesweiten Treffen vom 18. bis 20. April in Erfurt beraten die Lokalgruppen aus der Bundesrepublik über ihre zukünftige Organisationsstruktur. Eine demokratische Organisation soll einen stabilen Rahmen für die künftige Arbeit bilden. In der Diskussion ist die Bildung eines Netzwerkes für Öko Soziale Entwicklung, das den Bezug zwischen globalen Rahmenbedingungen und der aktuellen politischen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal"><font size="3" face="arial,helvetica,sans-serif">Auf einem bundesweiten Treffen vom 18. bis 20. April in Erfurt beraten die Lokalgruppen aus der Bundesrepublik über ihre zukünftige Organisationsstruktur. Eine demokratische Organisation soll einen stabilen Rahmen für die künftige Arbeit bilden. In der Diskussion ist die Bildung eines Netzwerkes für Öko Soziale Entwicklung, das den Bezug zwischen globalen Rahmenbedingungen und der aktuellen politischen Diskussion in Deutschland herstellt. Zentraler Punkt ist eine Diskussion mit Franz Josef Radermacher.</font></p>
<p><font size="3" face="arial,helvetica,sans-serif"><span lang="EN-US" style="font-size: 10pt; font-family: Arial">Das Treffen wird von der Stadt Erfurt unterstützt, die auch kostenlos die Räume zur Verfügung stellt. Am Samstag Nachmittag wird die Gruppe in der  Thüringer Staatskanzlei empfangen und im Gebäude einen &#8220;historischen Rundgang&#8221; erleben dürfen. Herrn Ministerpräsidenten Althaus, selbst seit Jahren Unterstützer der Global Marshall Plan Initiative und Erstunterzeicher der &#8220;Stuttgarter Erklärung&#8221; von Oktober 2003, und Herrn Oberbürgermeister Althaus gebührt  für diese Beiträge zu dem Bundestreffen besonderer Dank .</span></font></p>
<p><font size="3" face="arial,helvetica,sans-serif"> Das Treffen findet statt in der Kleinen Synagoge, An der Stadtmünze 4/5, Erfurt (hinter dem Rathaus am Fischmarkt).</font></p>
<p><font size="3" face="arial,helvetica,sans-serif">Wer sich noch kurzfristig anmelden möchte, kann dies bei der GMPI Thüringen mit einer email an marshallplan@email.de oder telefonisch unter 0361-5507 3216. </font></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="EN-US" style="font-size: 10pt"><br />
</span></p>
<p class="MsoNormal"><strong>Aus der Einladung der GMPI-Landesgruppe Thüringen:</strong></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt">Liebe Freunde und Unterstützer/ -innen der Global Marshall Plan Initiative in Deutschland!</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt">Nach mehreren Jahren einer erfolgreichen Entwicklung der Global Marshall Plan Initiative nicht nur in der Tiefe der Inhalte, sondern auch in der Breite der Bewegung, scheint es an der Zeit, dass sich die lokalen und regionalen Gruppen der GMPI in Deutschland mit einer eigenständigen Struktur in die Initiative einbringen und ihrer Arbeit neue Impulse verleihen. Wie, das soll auf einem bundesweiten Treffen am Wochenende 18. bis 20. April in Erfurt diskutiert und vereinbart werden, um eine möglichst einvernehmliche und zukunftsfeste Lösung zu finden..</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt">Soll sich ein zivilgesellschaftliches Netzwerk für eine ÖkoSoziale Entwicklung (ÖSE) aktiv, offensiv und integrativ in die politische Diskussion auf allen Ebenen einmischen oder beschränken wir uns auf die Koordination untereinander? Wie soll eine Bundesorganisation aussehen, welche Wünsche gibt es und was streben wir an? Wie demokratisch und wie verbindlich sollen die Rahmenbedingungen sein? Wie müssen sie aussehen, damit wir rechtsfähig sind und als gemeinnützig anerkannt werden? Und wie fügt sich das Ganze in die Global Marshall Plan Initiative ein? All diese Fragen werden mit dem Wunsch nach einer von allen getragenen Lösung zur Diskussion stehen.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 10pt">Professor Franz Josef Radermacher wird die Notwendigkeit und Chancen einer ÖkoSozialen Entwicklung im Kontext von Globalisierung und „Brasilianisierung“ darstellen und den Vorschlag für eine neue Governance Struktur der GMPI erläutern. Anschließend plädiert Michael Fromm, frischgebackener Leiter der <a target="_blank" href="http://www.heiligenfeld.org/akademie/">Akademie Heiligenfeld </a>für eine zivilgesellschaftliche Organisation auf Bundesebene. Mit Prof. Radermacher und Josef Riegler , dem „Erfinder“ der Ökosozialen Marktwirtschaft , sowie Frithjof Finkbeiner, dem Internationalen Koordinator, sind alle Mitglieder des Steering Committee eingeladen.</span></p>
<p class="MsoNormal">
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		</item>
		<item>
		<title>Anhörung zum Global Marshall Plan im Thüringer Landtag: &#8220;Grosse Bedeutung der Initiative&#8221;</title>
		<link>http://marshallplan.info/anhorung-im-umweltausschuss-des-thuringer-landtags/45</link>
		<comments>http://marshallplan.info/anhorung-im-umweltausschuss-des-thuringer-landtags/45#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 15 Oct 2007 15:17:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>depod</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Auf hohem Niveau verlief die Anhörung zum Global Marshall Plan im Plenarsaal des Thüringer Landtages. Zur Eröffnung der Anhörung des Umweltausschusses erlebten die Teilnehmer/-innen eine Art Premiere mit der Vorführung des globalisierungskritischen Films &#8220;Momentaufnahme&#8221; des österreichischen Dokumentarfilm-Produzenten Dr. Michael Stöger. Detlef Wendt, Vorstand der GMPI Thüringen, hatte den Film wenige Tage zuvor auf einem Internationalen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf hohem Niveau verlief die Anhörung zum Global Marshall Plan im Plenarsaal des Thüringer Landtages. Zur Eröffnung der Anhörung des Umweltausschusses erlebten die Teilnehmer/-innen eine Art Premiere mit der Vorführung des globalisierungskritischen Films &#8220;Momentaufnahme&#8221; des österreichischen Dokumentarfilm-Produzenten Dr. Michael Stöger. Detlef Wendt, Vorstand der GMPI Thüringen, hatte den Film wenige Tage zuvor auf einem Internationalen Zukunftskongress in Österreich vom Filmemacher persönlich zum Zwecke der Vorführung im Thüringer Landtag erhalten. Durch die eindringlichen Bilder des Films, z.B. das Interview mit der indischen Trägerin des Alternativen Nobelpreises Vandana Shiva, begann die parlamentarische Anhörung in einer schon fast &#8220;spirituell&#8221; zu nennenden Atmosphäre, wie eine Zuschauerin später meinte.</p>
<p>Die Ergebnisse der Anhörung werden in den nächsten Wochen im Umweltausschuss und den Fraktionen des Thüringer Landtgas diskutiert werden und sollen zu einem weiteren Landtagsbeschluss führen, mit welchem der Beschluss von Januar 2007 konkretisiert wird. Nachstehend Auszüge aus dem offiziellen Landtagsprotokoll:</p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><strong><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Thüringer Landtag</span></strong></p>
<p class="MsoNormal"><strong><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">4. Wahlperiode</span></strong></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">__________________________________________________________________________</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Ausschuss für Naturschutz und Umwelt 43. Sitzung am 28.09.2007</span></p>
<p class="MsoNormal"><strong><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Auszüge aus dem Ergebnisprotokoll</span></strong></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">(zugleich Beschlussprotokoll)</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Fragestellung zur Anhörung am 28.09.2007</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Der Ausschuss bat die Anzuhörenden vorzutragen, welche Maßnahmen nach ihrer Auffassung</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">ein Maßnahmebündel zur Umsetzung des Plans in Thüringen - von Anfang an unter</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Einbeziehung aller Akteure – enthalten sollte und mit welchen Prioritäten es umgesetzt werden</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">sollte.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Die Stellungnahme sollte dabei auch die nachfolgend aufgeführten Fragen, soweit für den</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Anzuhörenden zutreffend, berücksichtigen:</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">1. Wie soll nach Ihrer Vorstellung das Maßnahmebündel gemäß Punkt 4 des Landtagsbeschlusses</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">- Drucksache 4/2644 - erarbeitet werden? Welche Methodik hat sich dafür bewährt?</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">2. Ist es sinnvoll, neben den Millenniumszielen der UN auch die regionalen bzw. lokalen</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Schwerpunkte einer nachhaltigen Entwicklung zu berücksichtigen?</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">3. Liegen Erfahrungen vor, welche der Millenniumsziele einer regionalen bzw. lokalen Unterstützung</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">zugänglich sind bzw. welche Schwerpunkte einer regionalen bzw. lokalen</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">nachhaltigen Entwicklung in diesem Zusammenhang Vorrangigkeit besitzen?</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">4. Welchen Beitrag können Sie zur Unterstützung der Global Marshall Plan Initiative in Thüringen</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">leisten und welche Unterstützung ist dafür aus Ihrer Sicht erforderlich?</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Selbstverständlich bleibe es unbenommen, bei der Erarbeitung der Stellungnahme Schwerpunkte</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">zu setzen und Sachverhalte anzusprechen, die nach Auffassung der Anzuhörenden</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">im Zusammenhang mit den Themen der Beratungsgegenstände und den o.g. Fragen besonders</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">wichtig sind und deshalb in der Anhörung erörtert werden sollten.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Die Anzuhörenden aus Thüringen wurden gebeten, besonders auf die Belange der Umsetzung</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">der Global Marshall Plan Initiative in Thüringen einzugehen.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Die vier Agenda 21 - Regionalstellen wurden gebeten, eine gemeinsame mündliche Stellungnahme</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">vorzubereiten, die alle vier Regionalstellen berücksichtigt.</span><span style="font-size: 10pt" /></p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal"><strong><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial"> </span></strong></p>
<p class="MsoNormal"><strong><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial"> </span></strong></p>
<p class="MsoNormal"><strong><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Präsidentin Prof. Dr.-Ing. habil. Schipanski </span></strong><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">sagte einführend, die Anhörung solle die große</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Bedeutung der Global Marshall Plan Initiative in Thüringen sichtbar machen. Mit den Anzuhörenden</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">sei das breite Spektrum derer in Thüringen erfasst, die mit dazu beitragen können,</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">die Global Marshall Plan Initiative mit Leben zu erfüllen und in Thüringen umzusetzen.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Der Landtag selbst habe sich im Ausschuss fraktionsübergreifend dieser Thematik angenommen.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Thüringen habe als erstes Bundesland diese Thematik sofort im Landtag aufgegriffen.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Man wolle in dieser Richtung fortfahren. Sie danke dem Ausschuss für die Initiative zur</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">heutigen Anhörung und auch den Anzuhörenden für ihre heutige Teilnahme und ihre Hilfe,</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">diese Global Marshall Plan Initiative effektiv in Thüringen umzusetzen.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt"><br />
</span></p>
<p class="MsoNormal"><strong><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Vors. Abg. Kummer </span></strong><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">wies auf die vor zwei Tagen in Österreich stattgefundene internationale</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Konferenz zum Global Marshall Plan, an der er selbst teilgenommen habe, hin. Dort seien</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">viele Punkte sehr interessant und tiefgreifend beraten worden. Auf der Konferenz in Bad</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Schallerbach sei erstmalig ein Werbefilm zum Global Marshall Plan vorgestellt worden. Dieser</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Film solle heute als Einführung in das Thema dienen.</span></p>
<p class="MsoNormal"><strong><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">- Herr Wendt </span></strong><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">führte aus, er habe im letzten Jahr mit einigen Mitstreitern die Landesgruppe</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Thüringen der Global Marshall Plan Initiative in Bewegung setzen können. Es sei ihm eine</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Freude, heute mit den Abgeordneten zu dieser Initiative zu diskutieren, zu informieren und</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">über den weiteren Weg gemeinsam nachzudenken.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">In Bad Schallerbach habe in den vergangenen Tagen das zweite Halbjahrestreffen der Global</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Marshall Plan Initiative verbunden mit einem österreichischen Umweltkongress als Internationaler</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Zukunftskongress stattgefunden. Diese hervorragende Veranstaltung habe jedem</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Anwesenden Impulse zum Weitermachen und Einbringen geben können. Den vom Vors.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Abg. Kummer angesprochenen Film halte er als Einstimmung in das Thema für sehr geeignet.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Dieser Film habe in Bad Schallerbach Premiere gehabt; er sei noch kein Film des Global</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Marshall Plan, aber ein Beitrag zur Initiative.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial"><em>An die Ausführungen schloss sich die <strong>Filmvorführung </strong>zur Global Marshall Plan Initiative an.</em></span></p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal"><strong><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Vors. Abg. Kummer </span></strong><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">sagte im Anschluss daran, der Film habe sehr überzeugend das Anliegen</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">des Global Marshall Plans dargestellt. Er sei ein guter Auftakt, in der heutigen Sitzung</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">über Maßnahmen Thüringens nachzudenken, um dem Ziel einer Gesellschaft, die so handele,</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">dass auch in sieben Generationen die Nachhaltigkeit noch gewährleistet sei, gerecht zu</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">werden.</span></p>
<p class="MsoNormal"><strong><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">- Herr Ahlke </span></strong><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">bezog sich auf den vorgeführten Film und unterlegte seine Ausführungen mit</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">einer Powerpointpräsentation.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Er führte aus, wir hielten die Welt in Händen und dafür gebe es auch in Thüringen konkrete</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Aufgaben zu tun. Unter diesem Gesichtspunkt sei vor knapp einem Jahr der Beschluss gefasst</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">worden (vgl. Drs. 4/2658), in Thüringen etwas zu beginnen. Die Frage sei, ob dies nach</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">dem Film mit seinen Fakten und Zahlen pünktlich und rechtzeitig geschehen sei. Die Initiative</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">setze reichlich Optimismus voraus.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Er verwies auf die im Sitzungsraum ausgestellten Plakate Thüringer Schülerinnen, die sich</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">mit dem Global Marshall Plan in Thüringen beschäftigt und die acht Millenniumsziele grafisch</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">umgesetzt hätten. Die Halbzeit der EU-Millenniumsziele sei allerdings weit von dem entfernt,</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">was passieren müsste. Um diese Ziele gemeinsam annähernd erreichen zu können, reiche</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">es nicht aus, nur auf die Vereinten Nationen, berühmte Einzelpersonen oder Einzel- und</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Kleininitiativen zurückzugreifen, sondern es seien gemeinsame Anstrengungen sowohl auf</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">EU- als auch auf kommunaler Ebene notwendig. Der Beschluss des Thüringer Landtags zum</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Global Marshall Plan sei dahin gehend bemerkenswert und in anderen Bundesländern und</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Initiativen angekommen, als man sich darin einerseits zur der Linie der EU bekenne, sich</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">andererseits auch als Partner gemeinsam mit den Menschen vor Ort verstehe. Damit die</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Beschlüsse fruchten könnten, müsse die Partnerschaft mit aktivem Handeln des Landes</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Thüringen, den Abgeordneten als auch der Landesregierung, ministerienübergreifend verbunden</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">sein.</span></p>
<p class="MsoNormal">(…)</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal"><strong><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">- Prof. Dr. Dr. Radermacher </span></strong><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">führte in seiner Stellungnahme aus, es sei ein Glücksfall und</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">wichtiger Baustein, dass Thüringen als erstes deutsches Bundesland den richtigen Schritt</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">bereits getan habe. Man hoffe, dass dies irgendwann eine Serie auslösen werde wie in Österreich.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Mittlerweile hätten in Italien bereits zwei Provinzen einen Beschluss gefasst und in</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">den Niederlanden und der Schweiz starte nunmehr der Prozess.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Parallel zu der angesprochenen Tagung in Österreich habe vier Tage in Madrid das jährliche</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Club of Rome Meeting stattgefunden, an dem er teilgenommen habe. Dort habe die Frage im</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Vordergrund gestanden, wie sich die globale ökologische Situation seit dem ersten Bericht</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">des Club of Rome 1972 verändert habe. Der damalige Autor, Dennis Meadows, habe dazu</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">ein 30-Jahre-Update vorgelegt. Zusammenfassend lasse sich sagen, dass sich die Situation</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">am Globus dramatisch verschärft habe. Nehme man den sogenannten „ökologischen Fußabdruck“</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">als Maß dafür, wie die Menschheit auf die Ressourcen des Globus zugreife, sei</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">man 1972 bei etwa 82 Prozent und jetzt bei 112 Prozent gewesen. Basierend auf dem</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Overshoot gebe die UN jedes Jahr den Overshoot-Day bekannt, den Tag, an dem die</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Menschheit finanztechnisch gesehen die Zinsen der Erde für ein Jahr aufgebraucht habe.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Dieser Tag liege derzeit im Oktober eines jeden Jahres; anschließend würde nur noch Kapital</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">verbraucht. Wir würden gebunkerte fossile Energie verbrauchen und uns das Klimaproblem</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">einhandeln. Die Lage verschärfe sich massiv. Insofern sei der Befund beim Club of Rome,</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">dass wir in einer noch kritischeren Lage seien und es reiche nicht mehr aus, das Problem</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">zu beschreiben, sondern es müsse ernsthaft darüber geredet werden, was man jetzt</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">noch tun könne. Hauptbotschaft sei, es brauche eine Revolution in Global Governance. Das</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Hauptproblem sei also kein technisches, sondern die Frage, wie die Menschen auf diesem</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Globus die Dinge miteinander regeln. Die Schwierigkeit sei, dass im Moment ein ganz kleiner</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Teil der Menschheit - der reiche Teil der Welt - im Wesentlichen die Ressourcen verbrauche.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Der reiche Teil der Welt sei das Modell für den Rest der Welt. Durch die Art der Entwicklung</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">des globalen ökonomischen Systems könnten Chinesen, Inder, Brasilianer mit 10 Prozent</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Wachstum pro Jahr aufholen. Dies sei zwar absolut betrachtet immer noch nicht so viel, was</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">dabei pro Jahr und Kopf hinzukomme, weil diese Länder so arm seien, dass 10 Prozent pro</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Kopf absolut weniger seien als bei uns 1 Prozent. Würde das Wachstum bei 2,5 Mrd. Menschen</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">allerdings lang genug immer 10 Prozent betragen, sei ein Stress bezüglich der Ressourcen</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">und Umwelt vorhersehbar.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Besonders an den Wechselwirkungen zwischen den USA und China lasse sich die Governancefrage</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">studieren. Es könne nur eine Lösung zustande kommen, wenn sowohl die USA</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">als auch die Chinesen dabei seien. Allerdings hätten die beiden Länder völlig verschiedende</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Lösungsvorstellungen. Im Kern wollten die USA eine Lösung, wo sie mit 5 Prozent der Weltbevölkerung</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">den Globus dominieren. Die Chinesen hingegen wollten eine Lösung, wo sie mit</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">ca. viermal so vielen Menschen wie die USA Wert darauf legen, dass zum Schluss ihr Bruttoinlandsprodukt</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">(BIP) deutlich größer sei als das der USA.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">In der Klimafrage konzentriere sich das Problem auf die Entscheidung darüber, ob jeder</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Mensch dieselben Emissionsrechte oder ob der Reichere gleich mehr Emissionsrechte bekomme.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Praktisch bedeute Ersteres, dass ein Reicher einen Ärmeren bezahle, damit er dessen</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Rechte mitbenutzen dürfe. Im zweiten Fall hätte es der Ärmere schwerer, je reich zu</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">werden, weil er dann als Ärmerer dem Reichen Rechte abkaufen müsse, um das tun zu dürfen,</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">was der Reiche von allein dürfe. In dieser Frage gebe es im Moment überhaupt keine</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Brücke zwischen den USA und China.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Die deutsche Bundeskanzlerin habe sich nicht nur in Heiligendamm für ein „cape and trade</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">system global“ ausgesprochen, sondern vor wenigen Tagen in Kyoto die Position der Klimagerechtigkeit</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">vertreten. Dies sei genau die Position und das Kerndenken der Global Marshall</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Plan Initiative, die sehr stark von der Vorstellung einer weltweiten ökosozialen Marktwirtschaft</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">bestimmt sei. Jeder Mensch bekomme dieselben Emissionsrechte und diese müssten</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">handelbar gemacht werden. Dadurch würden die Emissionen in das weltökonomische Preissystem</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">inkorporiert, man bekomme einen anderen Innovationspfad und andere Lebensstile.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Die Formulierung des Entwurfs der EU-Verfassung, dass wir soziale Marktwirtschaften mit</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">einer starken ökologischen Orientierung seien, müsste nun auf den Globus extendiert werden</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">- das supranationale Modell der EU müsse zu einem globalen Modell werden. Es bedürfe</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">global betrachtet keiner freien Märkte, sondern gemeinsamer Märkte, die strikten Umweltschutz</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">inkorporiert hätten und die Querfinanzierung im Sozialen leisten, im Besonderen mit</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">dem Ziel, dass alle Menschen auf diesem Globus eine vernünftige Ausbildung bekämen.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Bundeskanzlerin Merkel habe sich in ihren beiden Reden zur jeweiligen Eröffnung des Weltwirtschaftsgipfels</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">in Davos ganz klar dafür ausgesprochen, soziale Standards, wie etwa die</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Standards der ILO, und Umweltstandards in das Welthandelssystem WTO und das Weltfinanzsystem</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">zu integrieren. Auf der praktischen Seite müsse nunmehr mit Vorschlägen weitergearbeitet</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">werden. An diesem Punkt setze die Global Marshall Plan Initiative mit einem</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">sehr bescheidenen und möglichst wenig kontroversen Programm bis 2015 an. Das Ringen</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">um eine bessere Welt sei das Ringen von Menschen, die einsichtsvoll mit ihrer eigenen Zukunft</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">beschäftigt seien gegen die Profiteure eines Status quo, die diesen um jeden Preis er</span><span style="font-size: 11pt">22</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">halten wollten. In der Auseinandersetzung mit den Profiteuren des Status quo bedürfe es</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">eines Programms, das schwer zu blockieren sei.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Der Global Marshall Plan umfasse fünf Kernziele. Der erste Baustein seien die Millenniumsziele,</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">die von 191 Staatschefs unterschrieben worden seien. Es sei zwar sehr positiv, dass</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">so viele Staaten diese Ziele unterschrieben hätten, nun müsste es jedoch an die Umsetzung</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">der Ziele gehen.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Als zweiten Punkt befasse man sich mit der Frage der Kosten der Umsetzung. Mit der Begründung</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">der zusätzlich gebrauchten etwa 100 Mrd. US$ pro Jahr habe man sich sehr viel</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Mühe gegeben. Die Berechnungen von drei unverdächtigen Zeugen, des „Zedillo-Reports“</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">an die Vereinten Nationen, des Weißbuchs des damaligen britischen Schatzkanzlers und</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">jetzigen Premiers Gordon Brown sowie Publikationen des großen Spekulanten George Soros,</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">würden die 100 Mrd. US$ pro Jahr bestätigen.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Dritter Punkt sei die Frage der Aufbringung der benötigten finanziellen Mittel. Hier gebe es</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">sehr unterschiedliche Auffassungen: Diejenigen, die eine Nichtlösung des Problems anstrebten,</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">wollten die 100 Mrd. US$ pro Jahr aus den nationalen Haushalten gebeutelter sozialer</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Demokratien aufbringen. Die Initiative habe nichts gegen eine Aufbringung aus den nationalen</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Haushalten und unterstütze voll das „0,7 Prozent-Ziel“. Werde das „0,7 Prozent-Ziel“ allerdings</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">nicht erreicht und sehe man das Thema ersatzweise ordnungspolitisch konsequenter</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">im Sinne einer weltweiten ökosozialen Marktwirtschaft, sollte man das Geld eher aus der</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Besteuerung globaler Transaktionen holen. Hier sehe man mehrere Ansatzpunkte. So gebe</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">es hinsichtlich des Weltklimaproblems und der Klimagerechtigkeit einen massiven Geldfluss.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Im Gegenzug dazu würden Rechte gehandelt. Als zweiten Punkt sollten Finanztransaktionen</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">dringend besteuert werden. Im Besonderen brauche das Weltfinanzsystem, das an vielen</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Stellen enorme Probleme aufwerfe, dringend eine bessere Regulierung. Die Märkte würden</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">mit einer Tobin-Steuer besser als jetzt funktionieren. Da das Trading in Zeitzonen gehe, könne</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">die europäische Zeitzone allein handeln und müsste nicht synchron mit den Amerikanern</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">handeln. Das bedeute, dass die Europäer allein mit dem Implementieren eines solchen Instruments</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">beginnen könnten. Das Gleiche gelte für globale Transporttransaktionen. Der</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Transport sei global hoch subventioniert zulasten der Umwelt. Für Flugtickets werde keine</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Mehrwertsteuer, keine Ökosteuer auf Kerosin gezahlt. Damit habe man eine klare Benachteiligung</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">der lokalen und nationalen Ökonomie gegenüber der internationalen Ökonomie. Ordnungspolitisch</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">wäre es besser, man ginge an die Besteuerung globaler Transaktionen und</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">würde diese Besteuerung zur Finanzierung von Entwicklung nutzen. Die entsprechende</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Flankierung bekäme man in der ökonomischen Argumentation auf der Ebene von Nobelpreisträgern</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">für Ökonomie. Wichtige Namen seien hier Samuelson, Stiglitz, Yunuz, Amartya</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Sen, die diese Position bereits in ihren Arbeiten vertreten würden. Man wolle verdeutlichen,</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">dass diese Besteuerung sofort umsetzbar wäre und ökonomisch Sinn mache.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Als vierter Punkt müssten am Ende des Tages die wesentlichen Fragen im globalen institutionellen</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Design verankert sein. Es gehe hierbei um die WTO, den IWF, die Weltbank. Es sei</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">ein Skandal, dass auf der Ebene der Vereinten Nationen Weltverträge über soziale Mindeststandards</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">unterschrieben würden, im Welthandel bei der WTO dann aber rechtlich durchgesetzt</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">werde, dass zwischen zwei Ländern, die dies beide unterschrieben hätten, so gehandelt</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">werden dürfe, das es dem unterschriebenen Vertrag widerspreche. Das passiere, da die</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Rechtsregime global völlig separiert seien und es kein globales Verfassungsgericht gebe,</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">das die Widerspruchsfreiheit der verschiedenen Verträge herbeiführen könne. Es müsse im</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">WTO-Vertrag die Verbindlichkeit der Kernsozialstandards beschlossen werden. Bei der</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Weltbank müsse die Verbindlichkeit der Kernstandards der ILO bei der Geldvergabe der</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Weltbank und die Verbindlichkeit der Millenniumsziele bezüglich des Einsatzes des Geldes</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">der Weltbank beschlossen werden. Es müsse im Kern eine Kernfinanzierung dessen geleistet</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">werden, was man ethisch betrachtet zum gemeinsamen Vorteil erreichen wolle.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Fünfter Punkt sei die Frage des Geldeinsatzes. Dieses Thema sei sehr schwierig, da leider</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">das meiste in der Entwicklungspolitik eingesetzte Geld an Stellen lande, wo es vernünftigerweise</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">nicht landen sollte. Das liege allerdings daran, dass viele Länder das Geld zum eigenen</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Vorteil einsetzen würden. Die USA würden bspw. Wert darauf legen, dass die Hälfte der</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Mittel in den USA ausgegeben werden müsste. Leitspruch des Global Marshall Plans sei</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">allerdings, dass man mit der bestehenden Entwicklungshilfe nicht in Konflikt kommen wolle.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Es sei ein schwieriges Gebiet. Man wolle aber, dass die neuen Gelder nach einer anderen</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">als der bisherigen Logik ausgegeben würden. Dazu gebe es zwei Denkschienen zur Orientierung:</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Das eine sei die Strukturpolitik der EU. Die EU setze ihre Strukturfonds regional in</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Projekten auf Kofinanzierungsbasis ein. Nach dieser Logik könne man auch die Kofinanzierung</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">der Millenniumsziele vornehmen. Die andere Denkschiene liefere der Friedensnobelpreisträger</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Mohammed Junos, der die Idee der Kleinkredite in der dritten Welt thematisiert</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">habe. Mit Junos’ Idee der Kleinkredite für die ärmsten Frauen der Welt würden enorme</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Rückzahlungsquoten erzielt, denn die Frauen könnten durch eigene ökonomische Tätigkeit</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">als Unternehmerin aus der Armut entkommen und den Kredit zurückzahlen. Dies sei eine</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Methode, mit der man mit vergleichsweise wenig Geld sehr viel bewirken könne. Der Friedensnobelpreisträger</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Yunuz sei einer der wichtigsten Partner des Global Marshall Plan. Einer</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">seiner Kernsätze laute: „Die Armut kommt nicht vom Menschen, die Armut kommt vom System.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Wir brauchen ein anderes Weltwirtschaftssystem.“ Es werde also ein anderes institutionelles</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Design der Weltökonomie benötigt. Dies müsse so sein, dass es Menschen erlaube,</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">ihre Potenziale zu entfalten und dürfe nicht so sein, dass es den Siegern des Status quo erlaube,</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">die anderen in einer Art Sklavenzustand zu halten und perpetuierend auszubeuten.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Der Global Marshall Plan habe in fünf miteinander wechselwirkenden Punkten ein vergleichsweise</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">harmloses Programm, gegen das man nur schwer sein könne, formuliert. Man</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">versuche, dafür eine große Koalition aus Zivilgesellschaft, Wissenschaft, Politik und Unternehmen</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">aufzubauen.</span></p>
<p class="MsoNormal"><strong><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Präsidentin Prof. Dr.-Ing. habil. Schipanski </span></strong><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">befürwortete die ausgesprochene Forderung</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">nach einer ökologischen sozialen Weltmarktwirtschaft und die Idee der Kleinkredite. Vermisst</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">habe sie Ausführungen zu „Hilfe zur Selbsthilfe“, denn dies müsse mit dem in die Länder der</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">dritten Welt fließenden Geld bewirkt werden. Sie erkundigte sich, welche Möglichkeiten zur</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Vermeidung von Missbrauch der Entwicklungshilfen gesehen würden.</span></p>
<p class="MsoNormal"><strong><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Prof. Dr. Dr. Radermacher </span></strong><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">antwortete, die Sonderhilfen des Westens der Bundesrepublik</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">für die neuen Länder ließen sich mit der Entwicklungshilfe vergleichen. Die Förderung pro</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Kopf in der Aufbauhilfe Ost sei allerdings etwa um den Faktor 1.000 höher als die Förderung</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">pro Kopf in der Entwicklungshilfe. Gehe das Geld in die ärmsten Länder werde viel von Korruption</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">gesprochen, obwohl dies in der Regel rechtlich betrachtet keine Korruption sei, sondern</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">das Bezahlen von Relationship-Management. Er selbst habe sich vertieft ökonomisch</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">damit beschäftigt, welche Probleme in den armen Ländern herrschten und warum das Geld</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">im Wesentlichen nicht ganz unten bei den Betroffenen ankomme. Man sehe drei Punkte für</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">einen guten Weg: 1. mit Transparency International so gut wie möglich Transparenz schaffen,</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">2. im Sinne von Yunuz das Geld mit einem großen Hebel über Kleinkredite einsetzen,</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">damit es direkt beim ökonomischen Akteur ankomme und zurückgezahlt werde und 3. eine</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">stärkere Orientierung an der Strukturpolitik der EU. Wo die Millenniumsziele quantifizierbar</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">seien, Kinder zur Schule kämen, Straßen gebaut, Wasserquellen erschlossen würden, habe</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">man eine objektive Überprüfbarkeit der Zielerreichung. Der Geldfluss werde an die Zielerreichung</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">gekoppelt, was der wichtigste Hebel sei. Dazu brauche es eine scharfe internationale</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Kontrolle.</span></p>
<p class="MsoNormal">(…)</p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Bezüglich der angefragten Handlungsmöglichkeiten führte Prof. Dr. Dr. Radermacher aus,</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">man könne in Europa allein handeln und bräuchte dazu nicht die USA, da der Handel in Zeitzonen</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">vollzogen würde. Mit einer Mehrheit im EU-Parlament ließe sich eine entsprechende</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Position vertreten. Zu überlegen sei, wie man auf der Ebene des EU-Parlaments in diese</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Richtung wirken könne. Die Idee sei hier, bedingte Beschlüsse zu treffen und von unten nach</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">oben zu arbeiten. Wenn in einem Land bereits alle Landtage beschlossen hätten, sei es im</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Parlament viel einfacher. Wichtig sei auch, die Ideen in die Regionalstruktur der EU zu bringen,</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">sich dabei eventuell mit den Österreichern und den Norditalienern zu verbinden und</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">parallel dazu am EU-Parlament zu arbeiten.</span></p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">(…)</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal"><strong><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Abg. Schugens </span></strong><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">sprach den aus der DDR-Zeit stammenden Ansatz der Ausbildung von jungen</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Menschen aus Entwicklungsländern an. Positiv daran sei, dass die jungen Menschen</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Botschafter ihres Landes gewesen und qualifiziert worden seien. Die hergestellten Produkte</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">wären dann zur Entwicklung von Landwirtschaft, Verbesserung der Situation im ökologi</span><span style="font-size: 11pt">27</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">schen Bereich und dergleichen zum Einsatz gebracht worden. Er fragte, ob unter den derzeitigen</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Rahmenbedingungen Möglichkeiten für ähnliche Ansätze gesehen würden.</span></p>
<p class="MsoNormal"><strong><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Prof. Dr. Dr. Radermacher </span></strong><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">antwortete, wichtigste Investition sei die in ausgebildete „Gehirne“.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Eines der größten Probleme sei aber die Fairness in diesem Prozess. Gerade unter dem</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Druck der Demografie würden alle reichen Länder darüber nachdenken, wie sie sich mit den</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">nützlichen ausgebildeten „Gehirnen“ der armen Welt ausstatten könnten. Dies bedeute aber</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">für die armen Länder einen doppelten Nachteil, denn erstens hätten sie die benötigten „Gehirne“</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">nicht mehr und zweitens seien diese bei der Konkurrenz.</span></p>
<p class="MsoNormal"><strong><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">- Herr Nitschke </span></strong><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">dankte eingangs den Ausschussmitgliedern für die Möglichkeit, zusätzlich</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">angehört zu werden. Er führte in seiner Stellungnahme einleitend aus, InWEnt stehe für internationale</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Weiterbildung und Entwicklung und sei eine Einrichtung des Bundes, der Länder</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">und der deutschen Wirtschaft. Der Bund halte dabei etwa 80 Prozent an der gGmbH, Aufsichtsratsvorsitzender</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">sei Staatssekretär Stather (Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">und Entwicklung). Die Länder und die Wirtschaft würden an der gGmbH jeweils</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">10 Prozent halten. Die InWEnt beschäftige ca. 800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">weltweit, davon gut 500 in Deutschland. Sie sei die einzige Entwicklungsorganisation des</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Bundes, der Länder und der Wirtschaft, die auch im Inland arbeite. In Thüringen sei man mit</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">einem kleinen Büro in Erfurt vertreten.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Zur bereits angesprochenen Investition in Gehirne, deren Vernetzung und Austausch führte</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Herr Nitschke aus, die Fusion der Deutschen Stiftung für Internationale Entwicklung mit der</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Carl Duisberg Gesellschaft e.V. zur gGmbH im Jahr 2002 habe zu einer Ballung und Bündelung</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">der Ressourcen geführt. Die InWEnt habe über 40.000 Programmteilnehmer/-innen pro</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Jahr. Gut drei Viertel der Fach- und Führungskräfte kämen aus dem Ausland nach Deutschland</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">und würden bspw. in Unternehmen fort- und weitergebildet, um dann anschließend in</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">ihre Herkunftsländer zurückzugehen. Diese Art der Beförderung zirkulärer Migration sei auch</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">für die deutsche Außenwirtschaft ein sehr starkes Argument zum Engagement.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Der Antrag und politische Beschluss des Thüringer Landtags vor gut einem Jahr sei bewusst</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">und richtig in einen größeren Kontext globaler Initiativen gestellt worden. Er selbst sei großer</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Fan der Global Marshall Initiative, weil sie aus der Zivilgesellschaft, von Wissenschaft, Wirtschaft</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">und ausgesprochen renommierten Persönlichkeiten aus der Politik ins Leben gerufen</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">worden sei. Er sei aber auch froh, dass sich die Global Marshall Initiative sehr schnell an das</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">andere UN-System anzudocken versucht habe und dieses befördern wolle. Den Bezug des</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Thüringer Beschlusses auf die Millenniumsziele halte er für einen wichtigen Zusammenhang.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Die Millenniumserklärung des Jahres 2000 sei das Instrumentarium, um nachhaltige Entwicklung</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">im Nord-Süd- und Ost-West-Dialog umzusetzen. Die Millenniumsziele und die</span><span style="font-size: 10pt; font-family: Arial" /></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Agenda 21 seien die beiden zentralen UN-vereinbarten Programme, denen man sich als</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Landesparlament anschließen sollte. Wichtig sei, die Folgeprozesse aus den Programmen</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">mit konkreten Indikatoren in das landtagspolitische Handeln zu überführen. Herr Nitschke riet</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">den Abgeordneten, sich konkrete Ziele zu setzen, diese zu evaluieren sowie die Berichtspflicht</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">des Beschlusses zu nutzen.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Im Folgenden wolle er den Abgeordneten Vorschläge unterbreiteten, die konkret in die handlungspolitische</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Ebene hineinwirken könnten. Das Erste sei die Gemeindehoheit. Die Föderalismusreform</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">I habe bekräftigt, dass die Gemeindehoheit und Kommunalaufsicht der Landesregierung</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">zugeordnet sei. Thüringen gehe mit seiner eigenen Gemeindeordnung an vielen</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Stellen, z.B. die Bürgerpartizipation betreffend, relativ weit. Im Bereich der kommunalen</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Entwicklungszusammenarbeit, kommunaler Nachhaltigkeitsstrategien gebe es aus den gut</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">15 Jahren lokaler Agendainitiativen eine Menge an Erfahrungen. Im Bereich der nachhaltigen</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Ausgestaltung der Gemeinde gebe es drei zentrale Handlungsfelder. Das erste sei das</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Beschaffungswesen. Die Landtage des Saarlands und Bayerns hätten bereits Beschlüsse</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">gefasst, ein faires Beschaffungswesen einzuführen und regionale Produkte zu stärken. 72</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">deutsche Kommunen hätten inzwischen eine positive Beschlusslage für das faire und regionale</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Beschaffen hergestellt. Dem sollte sich Thüringen als Landesregierung anschließen.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Die von Bund, Ländern und Kommunen jährlich für Beschaffung ausgegebenen 152 Mrd. </span><span style="font-size: 11pt; font-family: Euro">€</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">könnten ein großes marktpolitisches Signal im fairen und ökologisch sinnvollen Handeln geben.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Herr Nitschke verwies auf das Gutachten zum „Fairen Beschaffungswesen“, das er den</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Ausschussmitgliedern zur Verfügung stellen werde.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Der zweite Vorschlag umfasse die kommunalen Lernpartnerschaften auf internationaler Ebene.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Es gebe fast keine thüringische Kommune ohne internationale Beziehungen. Ein</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Fach- und Führungskräfteaustausch auf der kommunalen Ebene, die Menschen für die Globalisierung</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">fit zu machen in einem gestalterischen Sinne sei hier die Herausforderung. Das</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">bestehende zivilgesellschaftliche Engagement gelte es zu unterstützen und durch eine Förderpolitik</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">des Landes in diesem Bereich zu bekräftigen. Beispielhaft sei hier das dezentrale</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Bürgerhaushaltsnetzwerk zu nennen, bei dem Bürgerinnen und Bürger in die Haushaltsgestaltung</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">kommunal mit einbezogen würden, da sie die Experten des Alltags seien. Acht Thüringer</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Kommunen hätten inzwischen einen Beschluss dazu gefasst. Die Umsetzung werde</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">unterstützt durch das bundesweite Netzwerk der Servicestelle und die Kooperation mit dem</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Umweltministerium im Bereich der lokalen Agenda 21.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Als drittes Handlungsfeld nannte Herr Nitschke, die lokalen Agenda- und Nachhaltigkeitsprozesse</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">in den Kommunen seien zu stärken und nicht abzubauen. Hier würden konkrete, wichtige</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Lernerfahrungen gemacht, die ausgewertet werden müssten. Das Zusammenwirken sei</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">auch hier der Schlüssel zum Erfolg.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt"><br />
</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Ein weiteres großes Handlungsfeld der Landespolitik sei die Bildungshoheit. Er verwies auf</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">den den Abgeordneten übersandten „Orientierungsrahmen Lernbereich Globale Entwicklung“.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Dahinter stehe ein Referenzkurrikulum, das über drei Jahre in einer Vierländerrunde</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">mit Thüringer Beteiligung erarbeitet worden sei und im Juni dieses Jahres von der KMK verabschiedet</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">worden sei. Er beinhalte eine Konkretisierung der UN-Bildungsdekade bis hin zu</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">didaktischen Materialien und sei für jede Lehrerin und jeden Lehrer nutzbar. Dieser Orientierungsrahmen</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">biete die Möglichkeit, über kritisches Urteilsvermögen Zielkonflikte zu lösen,</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Lernkompetenzen zu erweitern und die Schülerinnen und Schüler für die Globalisierung im</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Sinne von nachhaltiger Entwicklung fit zu machen. In Thüringen gelte es, die vorhandenen</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Lernerfahrungen in ein strategisches Konzept zu bringen und die KMK-Beschlüsse, die nur</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">empfehlenden Charakter hätten, umzusetzen.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">InWEnt biete sich für die Lehrerfortbildung, die Weiterbildung im Bereich Wirtschaft, kommunale</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">öffentliche Einrichtungen als Partner an. Man werde bei der Umsetzung des KMKBeschlusses</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">eine der zentralen Rollen spielen und mit dezentralen Partnern in den Ländern</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">zusammenarbeiten. Das BMZ werde die Umsetzung im Bereich der entwicklungsbezogenen</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Bildung in den nächsten drei Jahren mit 2 Mio. </span><span style="font-size: 11pt; font-family: Euro">€ </span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">fördern.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Ein weiteres Handlungsfeld für die Landespolitik sei, Entwicklungszusammenarbeit nicht abzubauen,</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">nachhaltiges Wirtschaften im Land und international zu fördern. Die Entwicklungszusammenarbeit</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">der Länder sei in den letzten Jahren zurückgegangen, was er angesichts</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">der bestehenden Herausforderungen hinsichtlich der Millenniumsziele, Nachhaltigkeit, Agenda</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">21 für den falschen Weg halte. Gerade in diesem Bereich brauche man hohe Qualitätsstandards.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Auf dem Gebiet der sozialökologisch verantwortlichen Unternehmensführung biete die</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">InWEnt verschiedene Programme in der Fort- und Weiterbildung von Fach- und Führungskräften.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Herr Nitschke rief dazu auf, diese Programme zu nutzen, nicht abzubauen, kohärenter</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">zu machen. Er schlug vor, innen und außen zusammenzubinden, kompatibler miteinander</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">zu machen sowie klare und transparente Ziele in der methodischen Umsetzung dieses</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Maßnahmenbündels zu setzen.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Herr Nitschke wies auf die im nächsten Frühjahr in Erfurt geplante Bund-Länder-Konferenz</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">hin. Er bat darum, mit dem Bund-Länder-Ausschuss Entwicklungszusammenarbeit im Landtag</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">tagen zu dürfen und mit den zuständigen Ausschüssen eine inhaltliche Diskussion führen</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">zu können.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">(zu den vorgenannten Ausführungen vgl. auch o.g. Unterlagen InWEnt, Unterlagen zur den</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Ergebnissen eines gemeinsamen Projekts von KMK und BMZ sowie Gutachten „Faires Beschaffunsgwesen“)</span></p>
<p class="MsoNormal"><strong><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">- Herr Weigand </span></strong><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">verwies eingangs auf die schriftliche Stellungnahme des Gemeinde- und</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Städtebundes, insbesondere auf die beigefügte Anlage zur Stadt Erfurt (vgl. Zuschrift 4/984).</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Der Gemeinde- und Städtebund habe begonnen, sich mit dem Thema Global Marshall Plan</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Initiative zu beschäftigen. Als Erstes sei in den Gremien unter Berücksichtigung der Kommunalordnung</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">die Frage diskutiert worden, ob die Global Marshall Plan Initiative Thüringen eine</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">freiwillige oder entwicklungspolitische Aufgabe sei. Diese Einordnung sei nicht einfach. Es</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">gebe viele Bereiche im Global Marshall Plan, die kommunale Aspekte berührten und im freiwilligen</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Bereich einzuordnen seien. Es gebe auch viele Bereiche, die in der Entwicklungspolitik</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">angesiedelt seien. Der Gemeinde- und Städtebund sei in dieser Frage noch nicht zu einer</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">abschließenden Auffassung gekommen.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Bezüglich der Finanzierung äußerte Herr Weigand, im Landtagsbeschluss seien die Kommunen</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">als Partner der Umsetzung aufgefordert worden, im Beschluss selbst sei aber keine</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Finanzierung nachgelegt worden. Die Bürgermeister sollen demnach selbst die Aufgaben</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">erfassen und umsetzen. Es wäre allerdings schön, wenn im Zuge der weiteren Diskussionen</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">seitens der Landespolitik über eine hinreichende Finanzierung der Aufgaben nachgedacht</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">würde, damit eine Umsetzung vor Ort tatsächlich erfolgen könne.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Inhaltlich werde die Global Marshall Plan Initiative Thüringen in einigen Kommunen bereits in</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Ansätzen umgesetzt, da das Thema auch im Agenda 21-Bereich verankert sei. Die Millenniumsziele</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">würden bereits umgesetzt, so gebe es bspw. seitens der Stadt Erfurt bereits entsprechende</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Stadtratsbeschlüsse (vgl. Anlage zu Zuschrift 4/984).</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Bezüglich einer möglichen Umsetzungsstrategie merkte Herr Weigand an, die Bürgermeister</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">würden sich mit Fragen dazu an den Gemeinde- und Städtebund wenden. Aus dem Agenda</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">21-Bereich verfüge man bereits über einen reichen Erfahrungsschatz z.B. zur Bürgerbeteiligung,</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">zu Energieprojekten etc. In Thüringen gebe es weder einen Mangel an Beschlüssen</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">noch an deren Umsetzung. Es sei allerdings im Agendabereich ein stagnierender Prozess</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">feststellbar, was auch auf die abgesenkte Förderung in diesem Bereich zurückzuführen sei.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Er regte an, die Erfahrungen der Umsetzung der Agenda 21 auf die Umsetzung der Global</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Marshall Plan Initiative Thüringen zu übertragen.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Sehr positiv seien die Erfolge der Umsetzung der Agenda 21 im Bereich der Wirtschaft.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Stammtische und Aktivitäten der Kommunen mit der Wirtschaft brächten hier gute Ergebnisse.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">So sei beispielhaft im Ilm-Kreis jahrelang daran gearbeitet worden, die Solarbranche als</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">nachhaltiges Instrument der Stadtentwicklung in Wohnungsbauprojekten einzusetzen. Lobenswert</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">sei in diesem Bereich die Förderung durch das Umweltministerium.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Für die Umsetzung der Global Marshall Plan Initiative Thüringen habe man keinen Königsweg</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">gefunden. Die Kommunen seien im Rahmen ihrer Möglichkeiten und einer wünschenswerten</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">finanziellen Unterstützung bereit, tatsächliche Verantwortung zu übernehmen.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Der Gemeinde- und Städtebund schlage vor, in dem für Entwicklungshilfe zuständigen Ministerium</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">einen entsprechenden Beirat einzurichten, der innerhalb einer Jahresfrist mit den</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Wissenschaftlern und externer Hilfe konkrete Zielsetzungen erarbeiten solle. Vorstellbar wäre</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">bspw. die Umsetzung von Energieeffizienz im Rahmen von Städtepartnerschaften mit Afrika.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Je konkreter die Beschlusslage, umso einfacher werde es, die Sache den Kommunen</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">nahezubringen.</span></p>
<p class="MsoNormal"><strong><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Abg. Tasch </span></strong><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">sagte, die Abgrenzung der freiwilligen bzw. gesetzlichen Aufgaben hinsichtlich</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">der Umsetzung der Global Marshall Plan Initiative Thüringen durch den Gemeinde- und</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Städtebund sei aus ihrer Sicht anders. So seien Pflichtaufgaben der Gemeinden wie im Gewässerschutz</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">oder in der Forstwirtschaft bereits jetzt unter dem Begriff der ökologischen</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">nachhaltigen Bewirtschaftung zu sehen. Der Gemeinde- und Städtebund könnte hier Weiterbildungsangebote</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">für die Verwaltung, die Bürgermeister sowie die Ehrenamtlichen einbringen.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Sie widersprach der Aussage, die Finanzausstattung der Gemeinden würde eine Umsetzung</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">der Global Marshall Plan Initiative Thüringen nicht hergeben. Es gebe viele Pflichtaufgaben,</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">die gelöst werden müssten und könnten; der Nachhaltigkeitsgedanke müsse sich dabei in</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">den Köpfen festsetzen. Der Global Marshall Plan werde durch die Aktivität eines jeden Einzelnen</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">umgesetzt; die Bewusstseinsbildung müsse gestärkt werden, dann lasse sich auch</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">mit wenig Geld viel erreichen.</span></p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">(…)</p>
<p class="MsoNormal"><strong><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">- Frau Vieweg </span></strong><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">führte in ihrer Stellungnahme aus, in den Regionen Mittel-, Süd-, Nord- und</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Ostthüringen seien in Vorbereitung dieser Anhörung regionale Veranstaltungen mit Agendaakteuren</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">durchgeführt sowie mit Landräten, Bürgermeistern und vielen interessierten Bürgern</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">gesprochen worden, auf deren Grundlage eine gemeinsame Stellungnahme der Regionalstellen</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Agenda 21 Ostthüringen, Mittelthüringen, Nordthüringen und Südwest der erarbeitet</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">worden sei (vgl. Zuschrift 4/963).</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Als ein Bestandteil des Agenda 21-Prozesses in Thüringen seien konkrete Maßnahmen zur</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Umsetzung eines Global Marshall Plans in Thüringen zu benennen. Dieses Programm sollte</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Bestandteil der Agenda 21-Aktivitäten, allgemein verbindlich und unbeeinflusst von Wahlterminen</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">oder ähnlichen Einflüssen und von hoher Kontinuität geprägt sein. Es sollte ohne Zeitverzug</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">erarbeitet werden und nach vereinbarter Schrittfolge in Partnerschaft zwischen der</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Landesregierung und den Kräften der Gesellschaft - Wirtschaft, Wissenschaft, Kirchen,</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Kommunen und Verbänden - umgesetzt werden. Dazu bedürfe es einer Integration der Ziele</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">in alle Bereiche der Landespolitik und verlässlicher Rahmenbedingungen. Parallel dazu empfehle</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">die Lokale Agenda 21, unverzüglich eine Nachhaltigkeitsstrategie für den Freistaat</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Thüringen zu erstellen, die den Zielen der Global Marshall Plan Initiative in Thüringen</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">zugleich Fundament und Dach sei. Gestützt von Kontinuität sollten Operationen für einzelne</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Handlungsfelder im Sinne der Nachhaltigkeit aufgezeigt werden. Diese Nachhaltigkeitsstrategie</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">müsse langfristig angelegt sein und bindenden Charakter in allen Bereichen haben,</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">somit einen Leitfaden darstellen, der langfristig von allen Akteuren benutzt werden könne.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Die am 15.02.2000 vom Kabinett beschlossenen zehn Leitlinien zur Umsetzung der Agenda</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">21 in Thüringen seien mit dem heutigen Wissensstand eine Grundlage, bedürften aber einer</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Fortschreibung. Die Agendaarbeit der vergangenen Jahre könne auf eine Reihe guter Ergebnisse</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">verweisen, habe aber auch Rückschläge hinnehmen müssen. Ein Grund für die</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Rückschläge sei die schlechte Personalwirtschaft. So seien zu Beginn der Projekte viele</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Agendabüros mit Arbeitskräften vom zweiten Arbeitsmarkt besetzt worden, die dann nach</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Auslaufen der Projekte wieder abgezogen worden seien. Mit dem Wegfall der Prozessförderungen</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">fehlte zusätzlich der finanzielle Rahmen der Projekte. Viele Kommunen hätten wesentliche</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Aufgaben und laufende Projekte übernommen, diese allerdings nicht in der umfassenden</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Qualität und Quantität weiterführen können. Diese Entwicklung sei bedenklich; eine</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Änderung sei hier sehr wünschenswert.</span></p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">(…)</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal"><strong><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Vors. Abg. Kummer </span></strong><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">merkte an, bezüglich des heute gezeigten Films gebe es bereits konkrete</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Überlegungen, diesen über eine Medienpartnerschaft öffentlich ausstrahlen zu lassen,</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">um so größere Teile der Bevölkerung zu erreichen und ihnen die Gedanken des Global</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Marshall Plans nahezubringen.</span></p>
<p class="MsoNormal"><strong><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">- Dr. Vogel </span></strong><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">führte zu Beginn seiner Stellungnahme (vgl. Zuschrift 4/975) aus, der BUND arbeite</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">seit langem an diesem Thema. Der BUND Thüringen unterstütze im Grundsatz die</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Global Marshall Plan Initiative als eine wichtige Initiative im Hinblick auf die globalen Probleme</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">zum Thema Nachhaltigkeit. Der Beschluss des Landtags, sich dieser Initiative anzuschließen,</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">werde begrüßt.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Dr. Vogel wies darauf hin, dass die Konferenz von Rio 1992 bereits anderthalb Jahrzehnte</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">zurückliege. Das Thema sei bereits damals in derselben Deutlichkeit und Analyse vorgetragen</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">worden. Die Situation habe sich allerdings seitdem dramatisch verschlechtert hinsichtlich</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">des Artensterbens, der Verschmutzung der Umwelt und des ökologischen Fußabdrucks insgesamt.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Vor diesem Hintergrund sei es entscheidend, dass man sich heute und in den nächsten Wochen</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">und Monaten nicht nur Gedanken darüber mache, wie das Thema der Global Marshall</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Plan Initiative in die Öffentlichkeit gebracht und ein Diskussionsprozess angeregt werden</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">könne, sondern es müsse darum gehen, endlich zu handeln. Thüringen brauche eine Nachhaltigkeitsstrategie</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">bzw. einen verbindlichen Nachhaltigkeitsplan. Dieser Plan mit quantifizierten</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">und zeitlich klar formulierten Zielen sei der erste Schritt, der das Maßnahmenbündel</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">zusammenfassen müsse.</span></p>
<p class="MsoNormal">(…)<strong><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">- Herr Nobereit </span></strong><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">(Gemeinsame Geschäftsstelle des Nachhaltigkeitsabkommens Thüringen)</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">sagte zu Beginn seiner Stellungnahme (vgl. Zuschrift 4/961), er wolle den Abgeordneten mit</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">seinen Ausführungen das bereits mehrfach erwähnte Nachhaltigkeitsabkommen nahebringen.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Das Nachhaltigkeitsabkommen sei eine freiwillige Vereinbarung, die vor dreieinhalb</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Jahren unter Schirmherrschaft des Thüringer Ministerpräsidenten mit Unterzeichung des</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Umwelt- und des Wirtschaftsministers, aller Präsidenten der Industrie- und Handelskammern</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Thüringen, aller Präsidenten der Handwerkskammern und des Präsidenten des Verbandes</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">der Wirtschaft getroffen worden sei. Das Abkommen verstehe sich als Teil des Agenda 21-</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Prozesses in Thüringen und sei zunächst eine Willensbekundung, deren Umsetzung entsprechender</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Motivation durch die Interessenvertreter bedürfe.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Es gehe darum, in Thüringen ein hohes Niveau an Ressourcenschonung und Energieeffizienz,</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">an Umweltschutz und Beiträgen zum Klimaschutz umzusetzen. Die Landesregierung</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">habe sich gleichzeitig dazu verpflichtet, Verwaltungsvereinfachung und Gebührenreduzierung</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">umzusetzen, die dazu beitrügen, die Rahmenbedingungen für die weitere wirtschaftliche</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Entwicklung zu verbessern. Diese Ziele ließen sich allerdings nur erreichen, indem beide</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Seiten vertrauensvoll miteinander agieren würden. Neben der Freiwilligkeit gehe es beim</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Nachhaltigkeitsabkommen um Kooperation und den Dialog miteinander.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Das Nachhaltigkeitsabkommen konzentriere sich mit seinen Zielen auf zwei Säulen der</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Nachhaltigkeit: die ökonomische und die ökologische. Damit werde mindestens eines der</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">von der UN formulierten Millenniumsziele aufgegriffen. Um nicht nur bei einer Willensbekundung</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">zu bleiben, sei das Nachhaltigkeitsabkommen ein Instrument der Beteiligung und Mitgestaltung.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Unternehmen, Einrichtungen oder Initiativen der Wirtschaft könnten sich mit freiwillig</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">erbrachten Maßnahmen und Leistungen über das durch den Gesetzgeber festgelegte</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">erforderliche Maß hinaus an diesem Abkommen beteiligen. Davon machten derzeit 260 Unternehmen</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Gebrauch. Diese Unternehmen würden in überwiegendem Maß ein Umweltmanagementsystem</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">anwenden; insgesamt 185 Unternehmen würden EMAS, die DIN ISO 1401</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">oder ganz bestimmte Umweltmanagementsystemansätze anwenden.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Der Qualitätsverbund umweltbewusster Thüringer Betriebe sei vom Handwerk im Rahmen</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">des Nachhaltigkeitsabkommens entwickelt worden. Der Verbund sei eine Einstiegsstufe für</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Unternehmen, die es sich aus finanziellen und personellen Kapazitätsgründen nicht leisten</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">könnten, ein Umweltmanagementsystem, das etwa 45.000 </span><span style="font-size: 11pt; font-family: Euro">€ </span><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">koste, zu installieren.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Ein Vorteil des Abkommens sei, dass sich Unternehmen aktiv daran beteiligen könnten. Die</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Erbringung von Leistungen und die Honorierung durch die Öffentlichkeit und die Thüringer</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Landesregierung motiviere andere Unternehmen zur aktiven Beteiligung und zum Nachahmen.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Die beteiligten Unternehmen seien sich ihrer Verantwortung für die Gesellschaft, ihr</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Umfeld, die heutige und die kommenden Generationen bewusst und fühlten sich dem Prinzip</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">der Nachhaltigkeit verpflichtet. Wichtig sei der Beitrag jedes Einzelnen. Es müsse gelingen,</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">die Menschen mitzunehmen, um den Zusammenhang zwischen dem täglichen Handeln und</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">den weitreichenden Auswirkungen zu verdeutlichen. Das Nachhaltigkeitsabkommen trage</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">diesem Umstand z.B. mit einer derzeit durch Thüringen reisenden Wanderausstellung, in der</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Unternehmen und deren konkrete Umweltleistungen vorgestellt würden, Rechnung.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Das zu erarbeitende Maßnahmepaket für die Umsetzung der Global Marshall Plan Initiative</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">in Thüringen sollte sich in erster Linie auf das Machbare und konkret Abrechenbare konzentrieren</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">und sich realistische Ziele setzen. Das Nachhaltigkeitsabkommen als freiwillige Vereinbarung</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">auf regionaler Ebene werde im Rahmen seiner Möglichkeiten einen unterstützenden</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Beitrag leisten.</span></p>
<p class="MsoNormal">(…)</p>
<p class="MsoNormal"><strong><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">- Herr Schmidt </span></strong><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">führte zu Beginn seiner Stellungnahme (vgl. auch Zuschrift 4/962) aus, das</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Landesbüro der Friedrich-Ebert-Stiftung wolle nur zu Punkt 4 des Fragenkatalogs Stellung</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">nehmen. Das Landesbüro könne durch Veranstaltungen der politischen Bildung, durch publizistische</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Tätigkeit und sonstige Verbreitung von Informationen zur Unterstützung der Global</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Marshall Plan Initiative beitragen. Die Friedrich-Ebert-Stiftung verfüge durch ihre internationale</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Arbeit über eine Fülle von Material, das dazu verwendet werden könne. Dies seien insbesondere</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">die Erfahrungen aus der entwicklungspolitischen Projektarbeit in über 100 Ländern,</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">bei der vor allem die Demokratieförderung, Good Governance und eine soziale Flankierung</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">der Globalisierung eine Rolle spiele. Büros der Stiftung befänden sich vor allem in</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Entwicklungsländern.</span></p>
<p class="MsoNormal">(…)<strong><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">- Vors. Abg. Kummer </span></strong><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">bat darum, Herrn Fromm von der Global Marshall Plan Initiative Nordrhein-</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Westfalen zur Anhörung hinzuzuziehen, da Nordrhein-Westfalen wahrscheinlich den</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">nächsten Landesbeschluss zum Global Marshall Plan herbeiführen werde.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt"><br />
</span></p>
<p class="MsoNormal"><strong><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Die Ausschussmitglieder beschlossen einstimmig, die Anzuhörendenliste um die Global</span></strong></p>
<p class="MsoNormal"><strong><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Marshall Plan Initiative Nordrhein-Westfalen, vertreten durch Herrn Fromm, zu ergänzen.</span></strong></p>
<p class="MsoNormal"><strong><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Herr Fromm </span></strong><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">führte aus, er sei heute von Wuppertal nach Erfurt gekommen, um einen Staffelstab</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">aufzunehmen. In Nordrhein-Westfalen würden jetzt seitens der Global Marshall Plan</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Initiative erste Gespräche mit den Abgeordneten des Landtags in Düsseldorf beginnen. Mitte</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Juni 2007 habe es ein erstes Gespräch mit Vertretern aller vier Fraktionen im Landtag gegeben.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Dies sei in Nordrhein-Westfalen insofern bemerkenswert, da es vor einem Jahr nach 40</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Jahren einen Regierungswechsel gegeben habe und die Fraktionen im Augenblick untereinander</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">nicht sehr harmonieren würden. Dieses erste Gespräch mit Vertretern aller vier Fraktionen</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">und die Begrüßung des Anliegens der Global Marshall Plan Initiative, der Beschluss,</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">dieses gemeinsam anzugehen, sowie die mittlerweile Umsetzung des Beschlusses durch</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">erste Formulierungsphasen und weitere Gespräche, mache der Initiative Mut.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Die heutige Anhörung in Erfurt, das Interesse und die Diskussionsfreudigkeit gebe ihm den</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Mut zu sagen, die Global Marshall Plan Initiative Nordrhein-Westfalen habe das Bestreben,</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">nach Thüringen hoffentlich bis zum Ende des Jahres 2007 einen entsprechenden Beschluss</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">im Nordrhein-Westfälischen Landtag vorweisen zu können.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Optimistisch stimme ihn aus der heutigen Veranstaltung das Gefühl, hier seien ein großes</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Bedürfnis und ein großer Wille nach Kooperation und Miteinander. Den Slogan „Von Thüringen</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">lernen heißt kooperieren lernen!“ würde er gern in den Düsseldorfer Landtag mitnehmen.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Herr Fromm appellierte an die Thüringer Abgeordneten, ihre Kontakte zu den Abgeordneten</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">nach Düsseldorf zu nutzen und ihnen zu sagen, dass die Global Marshall Plan Initiative eine</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">wunderbare Sache sei und dass es funktioniere. Er appellierte ebenfalls an die Wirtschaft, da</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">es ohne Unterstützung der Wirtschaft nicht funktioniere.</span></p>
<p class="MsoNormal"><strong><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Vors. Abg. Kummer </span></strong><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">sagte abschließend, es seien mit der Anhörung viele Möglichkeiten</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">aufgezeigt worden, wie man den Thüringer Beschluss ausfüllen könne. <strong>Man werde die Anhörung</strong></span></p>
<p class="MsoNormal"><strong><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">entsprechend auswerten </span></strong><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">und in der folgenden Zeit gern auf die angebotene weitere</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Mitarbeit der Anzuhörenden zurückgreifen.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Er erwähnte, dass sich das eingeladene Büro der Katholischen Kirche Erfurt (Zuschrift</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">4/866), der Thüringische Landkreistag (Zuschrift 4/964) und die Heinrich-Böll-Stiftung (Zuschrift</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">4/983) entschuldigt und entsprechend schriftliche Stellungnahmen eingereicht hätten.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">Vors. Abg. Kummer dankte allen Anzuhörenden, dass sie mit ihren Stellungnahmen zum</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">guten Niveau der Anhörung und zur Unterstützung der Global Marshall Plan Initiative beigetragen</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 11pt; font-family: Arial">hätten.</span></p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">
<p>ungsprotokoll:
</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Im Thüringer Landtag fand Anhörung zum Global Marshall Plan statt</title>
		<link>http://marshallplan.info/im-thuringer-landtag-fand-anhorung-zum-global-marshall-plan-statt/43</link>
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		<pubDate>Thu, 04 Oct 2007 21:07:02 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[


Noch inspiriert und beflügelt von der Internationalen Zukunftskonferenz in Bad Schallerbach/Oberösterreich reisten Detlef Wendt, Mitgründer und Koordinator der GMPI Thüringen, und Michael Fromm, Koordinator der GMPI-Regionalgruppen in Nordrhein-Westfalen, gemeinsam nach Erfurt, um an einer Anhörung des Thüringer Landtags zum Global Marshall Plan teilzunehmen.

Der Landtagsausschuss für Naturschutz und Umwelt hatte beschlossen, zu den Beratungsgegenständen „Umsetzung des [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal"><em><br />
</em></p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal"><img align="left" alt="Zug Graz-Wien" id="image44" title="Zug Graz-Wien" src="http://marshallplan.info/wp-content/uploads/gmplan-zug_grazmg_0038_zuschnitt2.thumbnail.jpg" />Noch inspiriert und beflügelt von der Internationalen Zukunftskonferenz in Bad Schallerbach/Oberösterreich reisten Detlef Wendt, Mitgründer und Koordinator der GMPI Thüringen, und Michael Fromm, Koordinator der GMPI-Regionalgruppen in Nordrhein-Westfalen, gemeinsam nach Erfurt, um an einer Anhörung des Thüringer Landtags zum Global Marshall Plan teilzunehmen.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Der Landtagsausschuss für Naturschutz und Umwelt hatte beschlossen, zu den Beratungsgegenständen „Umsetzung des Landtagsbeschlusses zur Global Marshall Plan Initiative in Thüringen“ (Antrag der Fraktion der CDU – Vorlage 4/1367) und „Global Marshall Plan Initiative in Thüringen“ (Antrag der Fraktion der Linkspartei.PDS und der SPD – Vorlage 4/1376) ein Anhörungsverfahren in öffentlicher Sitzung durchzuführen.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Eingeladen waren Vertreter des Global Marshall Plan aus Thüringen sowie, auch in seiner Eigenschaft als Präsident des BWA, Prof. Dr. Franz-Josef Radermacher, ferner Vertreter zahlreicher Verbände, Stiftungen und Organisationen mit Bezug und Kompetenz zum Thema.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Die fast 5-stündige Anhörung begann – sehr untypisch – mit der Vorführung des Films „Momentaufnahme“ von Dr. Michael Stöger, Aquamarin Documentary Films, wozu Detlef Wendt von dem  Filmemacher persönlich in Bad Schallerbach die Autorisierung erhalten hatte. Wie schon bei der „Premiere“ des 15-minütigen Films in Österreich blieb niemand von den beeindruckenden Bildern und besonders dem Interview mit Vandana Shiva unberührt.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">In aufgeschlossener und sehr sachlicher Atmosphäre , ohne parteipolitische Profilierungsreden, verlief im Anschluss die Befragung der geladenen Expertinnen und Experten. Josef Ahlke von der GMPI Thüringen umriß in seinem  Beitrag die Dimension der Aufgabe und die Möglichkeiten zur Umsetzung der Ziele des Global Marshall Plan auf regionaler und lokaler Ebene. Ahlke forderte möglichst viele „Nachhaltigkeitsschauplätze“ und „Verbindlichkeit im Handeln“, erinnerte aber auch daran, dass trotz aller Ernsthaftigkeit des Anliegens stets „Spaß bei der Sache“ dabei sein müsse.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Franz-Josef Radermacher beeindruckte durch die klare und lebendige Darstellung der Positionen der GMPI und parierte auch kritische Nachfragen von Abgeordneten gewohnt souverän und humorvoll. Besonders hob er das Engagement der Bundeskanzlerin Angela Merkel hervor, die sich in ihren Reden auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos 2006 und 2007 und auch unlängst auf der UN-Klimakonferenz in New York sehr deutlich im Sinne einer ökosozialen Marktwirtschaft erklärt hat.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Ulrich Nitschke, Abteilungsleiter bei inwent - Internationale Weiterbildung und Entwicklung GmbH in Bonn- machte in seiner Stellungnahme deutlich, dass „wir keine Beschlußlagendefizite haben, sondern Handlungsdefizite“. Er forderte die Abgeordneten des Thüringer Landtags auf, die lokalen Agenda-Prozesse weiter zu stützen und auch die zahlreichen Beziehungen der Kommunen und des Landes zu Partnerstädten und Partnerregionen für die Ziele des Global Marshall Plan zu nutzen.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Der Vertreter des BUND – Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland –, Dr. Burkhard Vogel, schloß sich dem an und verlangte, man solle 15 Jahre nach dem Erdgipfel in Rio nun „Endlich Handeln!“. Thüringen brauche einen verbindlichen Nachhaltigkeitsplan mit quantifizierten Zielen. Vogel kündigte in diesem Zusammenhang die demnächst erscheinende Fortsetzung der gemeinsamen Studie von BUND und Misereor „Zukunftsfähiges Deutschland“ an.</p>
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		<title>Global Marshall Plan informierte beim Tag der offenen Tür</title>
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		<pubDate>Fri, 15 Jun 2007 15:42:22 +0000</pubDate>
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	<category>marshallplan</category>
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		<description><![CDATA[Mit einem eigenen Stand informierte die Thüringer Global Marshall Plan Initiative  am 09.06.2007 beim Tag der Offenen Tür im Thüringer Landtag.

Zahlreiche Besucherinnen und Besucher nutzten trotz sehr warmen Wetters die Gelegenheit, sich über Thüringer Einrichtungen, Verbände und Initiativen zu informieren. Nicht wenige fanden auch den Weg zum Stand des Global Marshall Plan und stöberten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal">Mit einem eigenen Stand informierte die Thüringer Global Marshall Plan Initiative  am 09.06.2007 beim Tag der Offenen Tür im Thüringer Landtag.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Zahlreiche Besucherinnen und Besucher nutzten trotz sehr warmen Wetters die Gelegenheit, sich über Thüringer Einrichtungen, Verbände und Initiativen zu informieren. Nicht wenige fanden auch den Weg zum Stand des Global Marshall Plan und stöberten nicht nur in Büchern und Broschüren, sondern verweilten oft zu kleinen Diskussionen, darunter auch namhafte Polit-Prominenz.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Nach Dagmar Becker, der umweltpolitischen Sprecdherin der SPD, fanden sich auch nahezu zeitgleich die Fraktionsspitzen von CDU und SPD, Christine Lieberknecht und Christoph Matschie, am Stand ein und äußerten sich anerkennend über die Arbeit und das Engagement der Initiative, wie auch umgekehrt deren Sprecher Detlef Wendt und Josef Ahlke Worte des Dankes dafür äußerten, dass sich beide Fraktionsvorsitzende persönlich für die Annahme des Landtagsbeschlusses vom Januar 2007 eingesetzt hatten.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Eine kleine Bilderstrecke finden Sie in der neuen Rubrik „Fotogalerie“.</p>
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		<title>Seltene Einigkeit im Thüringer Landtag am Tag des G8-Gipfels</title>
		<link>http://marshallplan.info/seltene-einigkeit-im-thuringer-landtag-am-tag-des-g8-gipfels-3/36</link>
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		<pubDate>Fri, 15 Jun 2007 15:04:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>depod</dc:creator>
		
	<category>marshallplan</category>
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		<description><![CDATA[ Zur Neuauflage des Podiumsgesprächs vom letzten Jahr trafen sich  am 6. Juni 2007 die umweltpolitischen Sprecher der drei Thüringer Landtagsparteien mit Vertretern der Global Marshall Plan Initiative (GMPI), diesmal im Landtag selbst und mit dem Beschluss des Landtages vom Januar 2007 (LT-Drucks. 4/2658)  im Gepäck, die Ziele des Global Marshall Plan zu unterstützen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal"><img align="left" alt="canon2007bisjuni-206.jpg" id="image42" title="canon2007bisjuni-206.jpg" src="http://marshallplan.info/wp-content/uploads/2007/06/canon2007bisjuni-206.thumbnail.jpg" /> Zur Neuauflage des Podiumsgesprächs vom letzten Jahr trafen sich  am 6. Juni 2007 die umweltpolitischen Sprecher der drei Thüringer Landtagsparteien mit Vertretern der Global Marshall Plan Initiative (GMPI), diesmal im Landtag selbst und mit dem <a target="_blank" href="http://www.parldok.thueringen.de/parldok/">Beschluss des Landtages vom Januar 2007 (LT-Drucks. 4/2658)</a>  im Gepäck, die Ziele des Global Marshall Plan zu unterstützen. Es zeigte sich, dass Horst Krauße (CDU), Dagmar Becker (SPD) und Thilo Kummer (PDS) inzwischen mehr als ein Buch zum Thema gelesen und darüber weitaus mehr Gemeinsamkeiten als Gegensätze entwickelt haben.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Mit dabei auch wieder Staatssekretär Christian Juckenack, diesmal aber – nach seinem Amtswechsel vor zwei Wochen – nicht für das Umweltressort, sondern für das Wirtschaftsministerium. Den Impulsvortrag hielt auch dieses Mal wieder der Koordinator der GMPI, Frithjof Finkbeiner, der Erfurt als Zwischenstop zwischen dem Kirchentag in Köln und den G8-Veranstaltungen in Rostock nutzte und am neu eröffneten Bahnhofsvorplatz zu seiner freudigen Überraschung von den UN-Milleniumstoren begrüßt wurde.</p>
<p class="MsoNormal">Für die Thüringer Landesgruppe nahmen deren Initiatoren Josef Ahlke und Detlef Wendt am Gespräch bzw. an der anschließenden Diskussion mit den Zuhörern  teil. Moderiert wurde die Podiumsrunde ein weiteres Mal von TLZ-Redakteurin Gerlinde Sommer, der das Verdienst gebührt, seit einem Jahr regelmäßig und sachkundig über den Global Marshall Plan zu berichten.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Im Vordergrund der Podiumsrunde stand die Frage, wie die Ziele des Global Marshall Plan in Thüringen unterstützt und umgesetzt werden sollen. Einig war man sich darin , dass die Vorschläge des Global Marshall Plan eine gute Handlungsanleitung sind, um nach ökologischen und sozialen Maßstäben zu wirtschaften, Demokratien zu stärken und Menschenrechte durchzusetzen, kurz: die Welt wieder ins Gleichgewicht einer nachhaltigen Entwicklung zu bringen. Staatssekretär Juckenack versprach, seitens der Landesregierung aufzulisten, was unter dem Blickwinkel des Global Marshall Plan bereits im Lande an Aktivitäten auf der Aktiva-Seite stehe, um dann leichter bestimmen zu können, was zukünftig noch zu tun sei. Diese Bestandsaufnahme solle bis zur geplanten Anhörung im Landtag am 28. September 2007 erfolgen.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Ohnehin wurde die Debatte nur dann kontrovers, wenn auf Fragen der Zuhörer landesspezifische Themen gestriffen wurden. Genau wissen wollten es auch drei Schülerinnen des Gutenberg-Gymnasiums, die sich bereits in einer Seminarfachgruppe mit dem Global Marshall Plan beschäftige. Marie Görbing, Lisa Hilpert und Tanja Beckert wollen auch bei der Anhörung Ende September dabei sein und dazu vielleicht eigene Vorschläge einbringen. Die Möglichkeit hierzu soll, wie Detlef Wendt ankündigte, auch in diesem Weblog unter einer eigenen Rubrik eingerichtet werden.</p>
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		<item>
		<title>International Conference for a Global Marshall Plan Is Set for 2010</title>
		<link>http://marshallplan.info/international-conference-for-a-global-marshall-plan-is-set-for-2010/29</link>
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		<pubDate>Wed, 06 Jun 2007 15:42:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>luigi</dc:creator>
		
	<category>marshallplan</category>
	<category>GMPI international</category>
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		<description><![CDATA[Philadelphia – June 5, 2007 – A diverse group of organizations has announced plans for a world
conference on major international issues in 2010. The meeting, which will be preceded by a 2-year
consultation process with business, governments, and civil society organizations, will address the
problems of global poverty and the environment, and raising new sources of funds [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Philadelphia – June 5, 2007 – A diverse group of organizations has announced plans for a world<br />
conference on major international issues in 2010. The meeting, which will be preceded by a 2-year<br />
consultation process with business, governments, and civil society organizations, will address the<br />
problems of global poverty and the environment, and raising new sources of funds to solve them.<br />
Plans for the conference were announced by a broad coalition of agencies, including Global<br />
Marshall Plan Initiative, Network of Spiritual Progressives, and Centre for Global Negotiations.<br />
The announcement comes sixty years to the day that US Secretary of State George C. Marshall,<br />
speaking at Harvard University, made a proposal to aid the people of Europe, whose countries<br />
had been devastated during the Second World War. The Marshall Plan, as it became known, was<br />
a widely acclaimed emergency relief and reconstruction program from 1948-51 that reduced<br />
poverty significantly and led to economic recovery throughout Western Europe during the<br />
postwar period.<br />
Conference organizers say that a similar action program is now needed to end international<br />
poverty, promote development, restore the environment, create alternative sources of finance, and<br />
restructure the international economy in support of sustainable development. Businessman<br />
Frithjof Finkbeiner, former EU-Commissioner Franz Fischler, and scientist Franz Josef<br />
Radermacher, who are coordinating the Europe-based Global Marshall Plan Initiative<br />
(www.globalmarshallplan.org), noted that national leaders at the 2007 G8 Summit in<br />
Heiligendamm, Germany, are failing to address the major issues because they represent just 15%<br />
of the world’s population. “Global decisions must be inclusive,” said Finkbeiner. “This requires<br />
the widest possible group of international stakeholders to convene and reach agreement on the<br />
terms of a Global Marshall Plan.”<br />
“The world remembers the original Marshall Plan as a generous act by the United States,” said<br />
Rabbi Michael Lerner of the Network of Spiritual Progressives (www.spiritualprogressives.org),<br />
a political activist movement based in the US. “It is vital now to achieve that same level of<br />
generosity in America and across the world by increasing our foreign aid budgets to at least 2%<br />
GDP per year for the next twenty years to address the world’s major problems, especially<br />
poverty.”<br />
The goal of the conference in 2010 is to create a democratic referendum for global action that is<br />
universally supported by business, government, and civil society. Following a lengthy<br />
consultation process, representatives will identify an agenda, a timeline, and the agencies required<br />
to implement a global poverty relief and environmental program. Organizers expect international<br />
public pressure to build until the designated agencies are authorized by the United Nations and<br />
governments to launch the Global Marshall Plan. A site for the 2010 conference is being<br />
determined.<br />
Contact Information:<br />
James B. Quilligan<br />
Centre for Global Negotiations<br />
www.globa